Texte verstehen

Veröffentlicht auf von Rechtschreibbär

Große deutsche Studien, die sich mit der Entwicklung der Lesekompetenz beschäftigt haben, haben heraus gefunden, dass immer weniger gelesen wird. Wenn Kinder in den Familien nicht mehr sehen, dass ihre Eltern lesen, fehlt ihnen jegliche Vorbildfunktion und damit auch die Motivation selbst ein Buch in die Hand zu nehmen. Bücher haben es nicht leicht in Zeiten von PC, Tablets und Smartphones, die Konkurrenz leicht zu konsumierender Medieninhalte ist groß. Für die oberflächliche Unterhaltung mag es einfacher sein schnell ein Filmchen zu schauen, als einen längeren Text zu lesen, aber wenn es darum geht Wissen zu erlangen und es zu verfestigen ist das Buch besser geeignet. Einmal zurückblättern etwas ein zweites Mal nachzulesen, über ein Wort stolpern, das man nicht kennt und es nachzuschlagen oder den Sinn und die Bedeutung bei jemandem zu erfragen hilft das neue Wissen besser abzuspeichern. Ein Buch oder ein Artikel in Zeitungen bei dem man gefordert ist sich mit längeren Texten auseinanderzusetzen, wirkt nachhaltiger und dabei ist es egal, ob es sich um ein klassisches Buch oder ein E-Book handelt. Allerdings ist die haptische Komponente – ein Buch zu begreifen – noch ein weiterer sinnlicher Kanal über den die Motivation zum Lesen gesteigert werden kann.

Um in der Schule aber gute Erfolge zu erzielen, ist Lesen und ein gutes Textverständnis unabdingbar. Gelesen wird in allen Fächern und Leseverständnis ist eine unverzichtbare Grundvoraussetzung. Eine Textaufgabe kann nicht gelöst werden, wenn der Text und die Aufgabenstellung nicht verstanden wird. Besonders schwierig wird es, wenn ein Text für den Lesenden persönlich nicht interessant ist. Aber es gibt Tricks, die hilfreich sein können.

Zuerst wird der Text einmal mit den Augen überflogen oder sehr schnell gelesen, selbst wenn sich dabei der Inhalt noch nicht ganz erschließt, prägen sich Worte ein und man bekommt einen groben Überblick worum es sich handelt. Anschließend wird der Text ein zweites Mal gelesen. Dabei stellt man sich die Frage: „Was ist für mich in dem Text ist neu?“ Danach wird der Text ein zum dritten Mal gelesen, wobei man sich die Frage stellt: „Was an diesem Text ist wichtig zur Lösung der gestellten Aufgabe?“

Der Trick das Gehirn während des Lesens mit einer konkreten Frage zu beschäftigen, hilft das Gelesene besser zu erfassen und wichtige Textstellen herauszufiltern. Außerdem wird der Text so nicht langweilig. Zudem wird durch das mehrmalige Lesen, neues Wissen besser abgespeichert.

Lesen ist und bleibt eine wichtige Kernkompetenz, die eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben garantiert und deshalb ist es wichtig, dass Kinder gut und sinnerfassend lesen lernen.

 

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