Wenn Ohren spitzen schwer fällt

Veröffentlicht auf von Rechtschreibbär

Viele Kinder lassen sich leicht ablenken, aufmerksames Zuhören fällt ihnen schwer. Aber im Schulalltag ist es wichtig sich auf die im Augenblick wichtigen Geräusche zu konzentrieren, nämlich auf das was ihnen als Aufgabe gestellt wird, einer Erzählung zuzuhören, einander zuzuhören. Hier ist Konzentration gefragt. In einer quirligen Klasse mit vielen Schulkindern ist das nicht einfach, besonders wenn die Möglichkeit zu selektieren bei ihnen nicht vorhanden oder noch nicht stark genug ausgeprägt ist.

Um die auditive Wahrnehmung Ihres Kindes zu fördern, gibt es aber einige gute Möglichkeiten. Je früher damit begonnen wird, umso leichter ist es. Eine der frühesten Methoden die auditive Wahrnehmung Ihres Kindes stärken, mit der bereits im Kindergartenalter begonnen werden kann, ist das Kind vorgelesene Texte (die in Inhalt und Länge altersangepasst sein müssen) in Bewegung umsetzen zu lassen. Das heißt, die Kinder sollen die Bewegungen ausführen, die die jeweilige Person oder ein Tier im Text ausführen.

Beispiele:

  • Die Artisten verbeugten sich.

  • Das Pferd trabte in der Manege.

  • Der Clown hob den Luftballon auf.

  • Der Affe setzte sich auf den Boden.

  • Die Zuschauer klatschten in die Hände.

Zu Beginn unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie, wenn eine Bewegung umzusetzen ist, im Text eine kurze Pause einlegen. Später sollte Ihr Kind agieren, während Sie lesen.

Das ist ein kleines Spiel, das den Kindern Spaß macht und mehrfach wirkt. Es erhöht die Aufmerksamkeit des Kindes und lenkt sie gezielt auf den Text. Außerdem trainiert es das Ausblenden von Störgeräuschen und die Bewegung hilft dem Kind sich die Geschichte einzuprägen. So wird gleichzeitig auch das akustische Gedächtnis trainiert. Bitten Sie das Kind nach dem Vorlesen der Geschichte, sie mit Hilfe des ausgeführten Bewegungsablaufs nachzuerzählen. Dazu sollten anfangs nicht mehr als fünf Bewegungen gefordert werden. Klappt das noch nicht, stellen Sie gezielt Fragen:

Was hast du zuerst gemacht?

Warum hast du das gemacht?

Wer hat das in der Geschichte getan?

Klappt auch das nicht auf Anhieb, ist das kein Problem, denn das Spielen soll dem Kind Freude bereiten. Beim nächsten Mal geht es sicher schon besser. Mit dem Spaß an solchen Geschichten und ihrer Wiederholung stellt sich im Laufe der Zeit der Lerneffekt ganz allmählich und automatisch ein.

 

 

Veröffentlicht in Tipps zur Konzentration, VGW

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