Basistechniken Lesen und Schreiben / Teil III

Veröffentlicht auf von Rechtschreibbär

Basistechniken Lesen und Schreiben / Teil III

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Basistechniken Lesen und Schreiben / Teil III

Wenn Sie Teil I und Teil II Basistechniken Lesen und Schreiben gelesen haben, werden sie sich fragen was nun am sinnvollsten zuerst zu tun ist.

Suchen Sie das Gespräch mit dem Lehrer/der Lehrerin der/die Ihr erster Ansprechpartner sein sollte. Geben Sie sich aber nicht, wenn Sie ernste Bedenken entwickelt haben, mit Beschwichtigungsfloskeln wie: “Das wächst sich noch aus“ - “Das ist nur eine Phase.“ zufrieden. Es gibt Stellen, die Sie kostenlos beraten, bevor Ihr Kind in diese Negativspirale gerät. Je früher Hilfe einsetzt, umso leichter ist es Ihr Kind wieder auf Erfolgskurs zu bringen und vor möglichen psychosozialen Folgen zu bewahren.

In meiner Praxis erlebe ich es immer wieder, dass Hilfe erst spät gesucht wird. Erst wenn Ende der dritten Klasse und zu Beginn des vierten Schuljahres die Frage im Raum steht: „Welche weiterführende Schule soll mein Kind besuchen?“, wird über mögliche Hilfen und Unterstützung nachgedacht. Achten Sie auf erste Anzeichen und handeln Sie frühzeitig, bevor Ihr Kind in eine Spirale des Misserfolges gerät.

Kinder, die unter Lernstress geraten brauchen individuelle Hilfe. Keine Lernschwäche oder Lernstörung ist wie die andere und somit auch nicht mit pauschalen Mitteln und Lernstoffwiederholung (wie sie Nachhilfe bietet) zu beheben. Nachhilfe ist anzuraten bei kurzfristigen Leistungseinbrüchen durch Krankheit, Lernstoffversäumnissen aus anderen Gründen, intensives Vorbereiten auf Prüfungen oder Verständnisproblemen eines bestimmten Themas. Zeigen sich aber Lernstörungen wie in den zwei vorhergehenden Kapiteln beschriebenem Beispiel, ist mehr als Nachhilfe gefragt um effektive Hilfe zu leisten.

Kinder sind von Natur aus wissbegierig und wollen lernen, ein Einbruch der Motivation ist eines der ersten Warnzeichen, das auf Probleme hindeutet. Je frühzeitiger Probleme erkannt werden, umso leichter ist ihnen beizukommen.

"Kinder sind keine Fässer, die gefüllt werden, sondern Feuer, die entfacht werden wollen.“

Michel de Montaigne

 

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