Motivation – Konzentration (II)

Veröffentlicht auf von Rechtschreibbär

Motivation bedingt Erfolgserlebnisse zu haben. Motivation heißt immer: „Ich will etwas tun!“

 

Damit ein Kind dieses: „Ich will!“ auch in der Schule und nicht nur in der Freizeit entwickeln kann, braucht es geeignete Lernbedingungen. Diese Bedingungen können aber nicht vom Kind, sondern in erster Linie von den Lehrpersonen und zu Hause von den Erziehern geleistet werden. Positive Bedingungen zu schaffen ist nicht Aufgabe des Kindes.

Das Kind darf weder über- noch unterfordert werden, denn beides blockiert die Motivation.

Aufgaben müssen so gestellt werden, dass sie zum aktuellen Wissenstand des Kindes passen. Sie müssen so gewählt werden, dass sie von Kind gelöst werden können.

 

Hören Sie dem Kind zu! Lassen Sie sich vom Kind die Aufgabe erklären, überprüfen Sie, ob es verstanden hat um was es geht, denn oft ist eine nicht verstandene Aufgabenstellung der Punkt an dem es hakt.

 

Achten Sie auf Ihre Äußerungen! Sätze wie:

 

  • Schaffst du es schon wieder nicht allein?
  • Muss ich dir denn alles dreimal erklären!
  • Wenn du beim Hausaufgaben erledigen mal so gut wärst wie beim Computerspielen.
  • Komm mal her, jetzt zeig ich dir wie es geht!
     

sind schnell gesagt, enthalten aber alle die Botschaft: „Hier bist du unfähig!“

 

Das alles sind Motivationskiller.

 

Geduldiges wiederholtes Erklären, eventuell Aufzeigen von anderen Lösungswegen, einen Lernschritt zurückgehen und überprüfen, ob dieser richtig verstanden wurde helfen Aufgaben zu verstehen.

 

Sätze wie:

  • Gib nicht auf, das schaffst du schon!“ oder
  • Fehler machen ist wichtig, nur wer Fehler macht kann etwas dazulernen!“

nehmen dem Kind die Angst etwas falsch zu machen und machen Mut.

 

Versetzen Sie sich in die Lage des Kindes. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Fremdsprache wie russisch oder chinesisch o.ä. schreiben lernen. Welche Lernatmosphäre würden Sie sich wünschen? Wie groß wäre Ihre Motivation, würde Ihnen in der vierten oder fünften Stunde jemand vorhalten, dass sie es scheinbar nie begreifen? Ähnlich ergeht es überforderten Kindern.

 

Reagieren Sie mit Geduld und Verständnis, gelingt das nicht, machen Sie eine Lernpause. Beschäftigen Sie das Kind mit einer anderen Sache und starten Sie später einen neuen Anlauf. Was im Unterricht oft nicht möglich ist, können Sie bei den Hausaufgaben möglich machen - individuell auf Ihr Kind eingehen und ihm vermitteln: “Du bist in Ordnung wie du bist und wenn etwas jetzt noch nicht gelingt, gelingt es dir mit ein bisschen Übung später.“ Erinnern Sie Ihr Kind (und sich) daran wie es Laufen lernte oder Fahrradfahren, wie viele Fehlversuche und “Bruchlandungen“ es gab bevor es reibungslos klappte.

 

Motivation heißt: „Ich will etwas schaffen!“ und jedes Kind will etwas schaffen, den Anreiz dazu aber gibt das Umfeld durch das Angebot und Anerkennung von Leistungsbereitschaft (auch wenn die nicht unbedingt immer direkt von Erfolg gekrönt ist).

 

 

 

 

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Veröffentlicht in Lernprobleme

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