Allein, verlassen und verloren

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Allein, verlassen und verloren

 

An einem schönen Sommertag legte ich mich unter einen Baum. Ich fühlte, dass ich müde wurde und meine Augen fielen mir zu. Als ich wieder aufwachte hörte ich ein Geflüster. Ich machte meine Augen auf und sah ganz viele Bäume um mich herum. Erst dachte ich jemand hätte sich hinter den Bäumen versteckt, aber als ich hinter die Bäume guckte sah ich nur Ameisen. Ich hörte wie jemand zu mir sagte: „Hallo hübsche Dame, kann ich ihnen helfen?“ Da drehte ich mich um, guckte in alle Richtungen, aber ich hörte niemanden mehr und ich sah auch niemanden. Da schrie ich: Hallo, hört mich denn keiner? Ich bin hier ganz allein.“ Aber ich bekam keine Antwort. Ich fühlte mich richtig allein und hatte Angst. „Hallo! Hallo!“ hörte ich eine sanfte Stimme. Ich sah aber nur einen Baum, einen ganz kleinen Baum. Aber halt, er bewegte sich oder war das nur Einbildung? Ich rief zurück: Hallo, hallo!“ Plötzlich bekam der Baum Augen, eine Nase und einen Mund. Ich bekam noch viel größere Angst und rannte davon. Da aber rief der kleine Baum: „ Bitte, bitte, warte auf mich. Ich bin von zu Hause ausgerissen und jetzt bin ich allein und habe Angst!“ Als der Baum das sagte ging ich zu ihm und antwortete: „Ich habe auch Angst und bin auch von zu Hause weg.“ Von da an suchten wir die Eltern des kleinen Baumes, der Franz hieß und wir suchten meine Eltern. Nach einer Weile fanden wir Franz Eltern und sie sagten mit Freudentränen in den Augen: „Wir machen heute ein Fest. Bist du mit dabei?“ Das musste man mich nicht zweimal fragen und wir tanzten die ganze Nacht. Irgendwann schlief ich an den Wurzelfüßen von Franz ein und wachte unter unserem Baum wieder auf. Ich merkte das ich nur geträumt hatte. Ich erzählte alles meiner Mutter und seit dem heißt unser Baum Franz.


Clara K.

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Veröffentlicht in Erzählungen von Kindern

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