Konzentrationsübungen

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Die Tipps sind vorwiegend gedacht für die Altersstufen 5 bis 10 Jahre, mit ein bisschen Fantasie lassen sich auch Abwandlungen finden die durchaus auch älteren Kindern noch Spaß machen.


Tipp 1): Das Konzentrationstier


Ein kleines Plüschtier kann Ihrem Kind helfen sich zu konzentrieren. Besorgen sie sich ein kleines "Konzi-Tier" (oder auch eine Puppe) das Ihrem Kind gefällt und das bequem Platz auf dem Arbeitsplatz Ihres Kindes hat. Dort sollte es einen festen Platz bekommen, von dem aus es Ihrem Kind beim Hausaufgaben machen oder Üben zuschauen kann. Das Kind kann ihm etwas erzählen, vorlesen, vorrechnen, kann ihn in ein Spiel mit einbeziehen und darf ihm auch ruhig erzählen was es alles nicht so gern mag und was "blöd" war oder ist. Das Plüschtier hört ihm geduldig zu, es ist immer aufmerksam und stört nicht. Lassen Sie sich von Ihrem Kind regelmäßig erzählen was es gerade gemacht, geübt, gespielt oder gebastelt hat. Beziehen Sie dabei das Plüschtier immer wieder mit ein und fragen Sie es, ob es auch immer aufmerksam und bei der Sache war. Sie können es auch fragen, ob ihm die Arbeit genauso viel Spaß gemacht hat wie Ihrem Kind. Auch Tadel wie zum Beispiel: "Da musst du aber demnächst ein bisschen genauer Hinschauen!", können Sie an das Tier richten, so ist Ihr Kind nicht immer im Focus des Geschehens.


Tipp 2): Flüsterzeit


Wann immer Tadel und Ermahnungen durch zappelige und unkonzentrierte Kinder wirkungslos sind, flüstern Sie doch mal. Je aufgeregter das Kind, desto leiser sollten Sie werden. Fragen Sie leise nach, gestikulieren sie klein und ruhig. Setzen Sie der Aufgeregtheit Ihres Kindes einen ruhigen Gegenpol. Wenn das Kind Sie nicht versteht, wiederholen Sie sich, aber bleiben Sie in leiser Stimmlage. Die Neugierde der Kinder, zu erfahren was Sie sagen, ist meist stärker als ihre Hibbeligkeit.

Geben Sie ein nonverbales Beispiel für Ruhe und Konzentration, denn ein gebrülltes "Ruhe" ist alles andere als das. Dieses neue veränderte Verhalten wird nicht gleich und nicht sofort zu Erfolgen führen, aber mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.


Tipp 3): Okay - Kontrolle


Manchmal sitzen Kinder über ihrer Arbeit allein in ihrem Zimmer und haben Sorge sie könnte etwas verpassen, während sie allein arbeiten. Treffen Sie eine Vereinbarung mit Ihrem Kind, wann immer es das Gefühl hat unruhig zu werden, weil es nicht weiß was in den anderen Zimmer passiert, darf es einen Rundgang durch die Wohnung machen und sich vergewissern das alles Okay ist. Wird in anderen Zimmern ebenfalls gearbeitet, kann die dort arbeitende Person ein kurzes Okay-Zeichen geben, Daumen hoch oder das Okay Zeichen der Taucher und das Kind kann beruhigt wieder an die Arbeit gehen. Mit der Zeit wird es verinnerlichen das es nichts verpasst, wenn es allein in seinem Zimmer arbeitet.


Tipp 4): Farbentanz


Konzentration durch Bewegung. Spüren Sie das Ihr Kind zappelig wird und die Konzentration nachlässt greifen sie zum Farbentanz. Dazu brauchen sie mehrere Tücher in unterschiedlichen Farben. Legen Sie vorher zusammen mit Ihrem Kind fest welche Farbe für welche Art von Bewegung steht. Blau vielleicht für langsames Schreiten, gelb für fröhliches Auf- und Abhüpfen, grün für Krabbeln und rot für stampfen. Schwenken sie nun abwechselnd die Tücher und Ihr Kind bewegt sich solange passend zur vorher festgelegten Bewegungsart des Tuches.


Tipp 5): Konzentriertes Arbeiten


Arbeiten die Konzentration erfordern sollten nie unausgepowert begonnen werden. Das heißt: lassen Sie Ihrem Kind vorher Zeit sich auszutoben und/oder abzureagieren. Ein kurzes Ballspiel nach der Schule und vor den Hausaufgaben, einen Gang um den Block oder auch nur ein kurzes Bewegungsspiel wie den Hampelmann oder den Zinnsoldaten erfüllt diesen Zweck.

Beide Spiele sorgen für optimale Zusammenarbeit beider Gehirnhälften. Beim Hampelmann steht das Kind mit leicht hüftbreit gegrätschten Beinen und seitlich locker herunterhängenden Armen, während es in den geschlossenen Beinstand springt hebt es gleichzeitig beide Arme über den Kopf und klatscht die Hände zusammen, danach springt es wieder in den Grätschstand. Das wiederholt man solange es dem Kind Spaß macht. Beim Zinnsoldaten wird zuerst auf der Stelle marschiert, das Kind hebt sein linkes Bein und berührt mit der rechten Hand sein linkes Knie und umgekehrt, sobald die Bewegung flüssigt läuft marschiert Ihr Kind umher. Zu Musik, die Ihr Kind gern hört, macht das besonders viel Spaß. Zum Abschluss sollte das Kind mit ausgestreckten Arm eine liegende Acht in die Luft male. Man beginnt in der Mitte und danach folgt die schwungvolle Aufwärstbewegung. Die Acht wird abwechselnd mit beide Armen in die Luft gemalt.


Tipp 6): Spiegelbild


Konzentrationsfördernd ist auch folgendes Spiel für das Sie zwei Kinder brauchen. Beide Kinder stehen sich gegenüber, ein Kind markiert den Spiegel, während das andere Kind Bewegungen vorgibt. Der Spiegel muss nun alles spiegelverkehrt wiedergeben. Das macht großen Spaß und führt dazu die Beobachtungsgabe, das Rechts-Linksverständnis, das eigene Körperschema und die Konzentration zu stärken. Nach einer Weile wird gewechselt und der "Spiegel" gibt den Bewegungsimpuls.


Tipp 7): Marionette


Spielen Sie doch mal Puppenspieler Ihrem Kind. Sie stehe hinter dem Kind und sagen ihm sie ziehen jetzt an dem Faden für das linke Knie oder den rechten Arm, so bewegen Sie ihr Kind wie eine Marionette. Vorher können sie gemeinsam überlegen wie sich eine Marionette bewegt wenn man an ihren Fäden zieht. Natürlich macht es den Kindern großen Spaß auch mal Mama und Papa wie eine Marionette zu bewegen. Auch hier wird, neben der Konzentration das Körperschema und das Rechts-Linksverständnis trainiert

 

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Veröffentlicht in Tipps zur Konzentration

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