Rituale
Rituale können helfen bestimmte Situationen aufzulösen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Manchmal gibt es bei den täglichen Hausaufgaben Blockaden gegen eine bestimmte Hausaufgabe. Sie erscheint zu umfangreich, zu schwer, ist vielleicht noch nicht verstanden. Aus Angst zu versagen oder sie erst gar nicht bewältigen zu können fühlt sich das Kind blockiert und beginnt gar nicht erst sich mit der Aufgabe auseinanderzusetzen. Es entsteht eine typische Blockadesituation: „Ich kann das nicht! Ich will das nicht! Ich verstehe das nicht! Ich mach das nicht!“ Wer kennt diese Sätze nicht von seinen Kindern?
Jetzt mit: „Du musst aber!“ zu reagieren verstärkt diese Blockade und endet nicht selten in einem Nervenkrieg.
Vielfach kann ein einfaches Ritual helfen solch eine Blockade zu lösen. Es gilt herauszufinden, was für das Kind als Ritual wirksam ist. Es könnte die Fenster öffnen, ein paarmal tief durchatmen, sich etwas zu trinken holen, dann vielleicht ein paar Seiten des Lieblingsbuches lesen, ein Lieblingsmusikstück hören.
Ein paar Minuten Ablenkung, helfen möglicherweise mit neuer Kraft und mit neuem Mut an die Aufgabe heranzugehen. Ein Ritual sollte aber immer gleich ablaufen, so dass nach einiger Zeit bei den ersten Handgriffen, wie beispielsweise dem Öffnen der Fenster, das Gefühl des Abschaltens, der Auszeit hervorgerufen wird. Nur wenn die Unterbrechung der Arbeit immer nach dem gleichen Muster abläuft, kann sich ein positiver Effekt einstellen.
Natürlich sollte es auch nach der erfolgreich erledigten Arbeit immer ein kleines Belohnungs-Ritual geben. Vielleicht ein Glas des Lieblingsgetränk, das es nur in diesem Zusammenhang gibt oder eine Viertelstunde Zeit für das Lieblings-PC-Spiels.
Probieren sie mit dem Kind zusammen aus, was als Ritual bei Lernblockaden hilfreich ist.
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