Motivation - Konzentration (I)

Veröffentlicht auf von Rechtschreibbär

Die langen Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Bald trifft die Alltagsroutine auch unsere Schulkinder wieder. Die Zeit des „Chillens“ ist vorbei. Viele Kinder werden ohne rechte Motivation an den ersten Schultag denken und die Schule als drückenden Zwang empfinden.

 

Oft höre ich von Eltern den Satz: „Mein Kind kann sich nicht konzentrieren. Es hat überhaupt keine Motivation!“ In den meisten Fällen stimmt das so nicht. Kinder sind von Natur aus lernbegierig. Wenn der Bereich Schule ausgeklammert wird, können die meisten Eltern mindestens drei, wenn nicht gar mehr Bereiche aufzählen in denen ihre Kinder hochkonzentriert sind. Beim Sport (zum Beispiel beim Fußballtraining oder beim außerschulischen Musikunterricht) oder das Kind kann die Charaktere der Protagonisten seiner Lieblingssendung, sowie die Inhalte der Serien, herunterbeten oder es konzentriert sich stundenlang selbstvergessen in seinem Zimmer und baut mit Legosteinen. Immer dann sind die Kinder hochkonzentriert, weil sie motiviert sind. Es stimmt also nicht, dass die Kinder sich nicht konzentrieren können. Liegen keine krankhaften Konzentrationsstörungen vor (die sich dann in allen Bereichen zeigen) entscheidet die Motivation darüber, ob das Kind sich konzentrieren kann oder nicht.

 

Hochmotivierte Kinder können sich länger konzentrieren, speichern Inhalte besser ab, lernen nachhaltiger, vernetzen besser und erbringen bessere Leistungen. Ein motiviertes Kind lernt aus eigenem Antrieb – ganz von allein.

 

Motivation wird oft schon im Keim erstickt zu hohe Anforderungen, zu hoher Druck. Wenig bis keine Anerkennung der bisher erbrachten Leistung hat schnell zur Folge, dass Kinder genervt aufgeben. Stellen sich keine Erfolgserlebnisse ein, sind Kinder schnell demotiviert.

 

Motivation zu erhalten oder aufzubauen, ist der erste Schritt zum Erfolg. Jeder der etwas lernt braucht Zeit, Verständnis und Anerkennung für erreichte Lernschritte. Selbst wenn der Lernschritt noch nicht erreicht ist, ist die Anerkennung der Bemühung ein Anreiz weiterzumachen. Ein aufmunterndes: „Gib nicht auf, du schaffst das schon!“ hilft dem Kind am Ball zu bleiben.

 

Vielleicht muss auch bei den Übungen ein Schritt zurück gemacht werden, um dort anzuknüpfen wo das Kind Erfolge verbuchen kann. Wenn darauf aufgebaut wird, kann sich auch die Motivation wieder einstellen.

 

 

Veröffentlicht in Lernprobleme

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post